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Neuste Fachbeiträge

Von ICD bis ICF: Klassifikationen im Gesundheitswesen und ihre Bedeutung für die Selbsthilfe

Husemann, Julia

Ein Beitrag der NAKOS

Im Projekt „Themenklassifikation für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe“ arbeitet die NAKOS daran, die Zuordnung von Anliegen der Selbsthilfe zu vereinheitlichen und damit die Auffindbarkeit von Angeboten zu verbessern. In diesem Beitrag wird zusammengefasst, welche Klassifikationssysteme im Gesundheitsbereich bereits angewendet werden. Außerdem wird erklärt, wie Systeme wie ICD oder Orphanet (ein Verzeichnis seltener Krankheiten) aufgebaut sind und wie sie der Selbsthilfe helfen können.

Veröffentlicht am: 4. Dezember 2025 | Lesezeit ca. 9 Min.

Selbsthilfe in den 2020ern: Starke Gemeinschaft in unsicheren Zeiten

Hundertmark-Mayser, Jutta

Ein Beitrag der NAKOS

Angesichts vielfältiger Krisen wie der Corona-Pandemie, multipler Kriege, humanitären Katastrophen und der Klimakrise sind die Lebensumstände in unserer Gesellschaft geprägt von enormen Belastungen für die Menschen. Dies löst eine Vielzahl psychosozialer Probleme und psychosomatischer Erkrankungen aus, bei denen die Selbsthilfe unterstützen kann. NAKOS-Geschäftsführerin Dr. Jutta Hundertmark-Mayser zeigt aktuelle Tendenzen in der Selbsthilfe auf und ordnet diese in den derzeitigen gesellschaftlichen Kontext ein.

Veröffentlicht am: 4. Dezember 2025 | Lesezeit ca. 7 Min.
  • Schwerpunkt: Autonomie / Transparenz

    Selbsthilfegruppe im Kreis und Abfüllung von Medizinfläschchen. © Canva

    Autonomie in der Selbsthilfe bedeutet, dass Gruppen und Organisationen eigene Entscheidungen treffen. Sie bestimmen selbst, welche Themen und Ziele sie bearbeiten und wie sie zusammenarbeiten. Transparenz ergänzt die Eigenständigkeit: Die gemeinschaftliche Selbsthilfe legt offen, wie Entscheidungen entstehen, wer beteiligt ist und woher finanzielle Mittel kommen. Autonomie und Transparenz stärken die Glaubwürdigkeit der Selbsthilfe und ihre Position im Gesundheits- und Sozialsystem. Das Themenfeld bietet praxisnahe Beiträge und Fachartikel, die zeigen, wie Selbsthilfearbeit eigenverantwortlich und nachvollziehbar gelingt.

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  • Schwerpunkt: Digitale Selbsthilfe

    Mensch nimmt an Videokonferenz teil. © Canva

    Die Digitalisierung verändert die gemeinschaftliche Selbsthilfe: Menschen verbinden sich nicht mehr nur vor Ort, sondern auch über Videokonferenzen, Chats, Foren oder Apps. Diese Möglichkeiten bergen Chancen und Herausforderungen. Das Themenfeld stellt Fachbeiträge, Praxisbeispiele und Umsetzungshilfen zur Verfügung. Es richtet sich an alle, die digitale Angebote entwickeln, begleiten oder nutzen und dabei auf Qualität, Sicherheit und Zugänglichkeit achten möchten.

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  • Schwerpunkt: Junge Selbsthilfe

    Das Bild zeigt eine Gruppe von Jungen mit ihrem Rücken zur Kamera, die ihre Arme verschränken © Canva

    Junge Menschen benötigen Selbsthilfeangebote, die zu ihren Lebensrealitäten passen. Neben Erkrankungen und chronischen Belastungen prägen auch der Einstieg ins Berufsleben, erste Beziehungen und die Gründung einer Familie die Lebensphase zwischen 18 und 35 Jahren. Das Themenfeld Junge Selbsthilfe beleuchtet deshalb die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen dieser Zielgruppe. Es bietet Menschen aus der Fachwelt und Praxis, Betroffenen sowie Interessierten fundierte Informationen, Erfahrungsberichte und Best-Practice-Beispiele für eine altersgerechte und lebendige Selbsthilfearbeit.

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  • Schwerpunkt: Pandemie

    Das Bild zeigt zum einen eine Stelisierte Darstellung eines Netzwerkes und zum anderen eine Gruppe von Menschen die zusammen sitzen © Canva

    Die Covid-19-Pandemie hat die Gesellschaft stark gefordert und die Selbsthilfelandschaft nachhaltig verändert. In dieser Zeit entwickelten sich zahlreiche digitale Formate, über die sich Menschen auch unter strengen Einschränkungen gegenseitig unterstützen konnten. Die langfristigen gesundheitlichen Folgen von Covid-19, zusammengefasst unter dem Begriff Long Covid, führten zusätzlich zu vielen neuen Selbsthilfegruppengründungen. Das Themenfeld bietet anhand von Fachbeiträgen und Erfahrungsberichten Einblicke in die Herausforderungen und Potenziale der Krise und zeigt auf, was die Selbsthilfe aus der Pandemie lernen konnte.

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Weitere Fachbeiträge

Selbsthilfe in den 2020ern: Starke Gemeinschaft in unsicheren Zeiten

Angesichts vielfältiger Krisen wie der Corona-Pandemie, multipler Kriege, humanitären Katastrophen und der Klimakrise sind die Lebensumstände in unserer Gesellschaft geprägt von enormen Belastungen für die Menschen. Dies löst eine Vielzahl psychosozialer Probleme und psychosomatischer Erkrankungen aus, bei denen die Selbsthilfe unterstützen kann. NAKOS-Geschäftsführerin Dr. Jutta Hundertmark-Mayser zeigt aktuelle Tendenzen in der Selbsthilfe auf und ordnet diese in den derzeitigen gesellschaftlichen Kontext ein.

Wie verbreitet sind demokratiefeindliche Strömungen in der Selbsthilfe?

Menschen- und demokratiefeindliche Tendenzen machen auch vor der gemeinschaftlichen Selbsthilfe nicht halt. Eine NAKOS-Befragung zeigt: Jede zweite Selbsthilfeunterstützungsstelle hat entsprechende Vorfälle erlebt oder davon gehört. Der Fachbeitrag der NAKOS-Autorinnen Charlotte Franzen und Peggy Heinz beleuchtet Erfahrungen, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe – und unterstreicht die Rolle der Selbsthilfe als Ort gelebter Demokratie.

Neue Regeln – stabile Gemeinschaft: Was sich für Selbsthilfegruppen ändert

Die Reform des Gesellschaftsrechts zum 1. Januar 2024 brachte wichtige Neuerungen für Selbsthilfegruppen mit sich. Was bedeutet das in der Praxis? Rechtsanwältin Renate Mitleger-Lehner erklärte kurz nach Inkrafttreten der Reform, welche neuen Varianten der BGB-Gesellschaft nun rechtlich möglich sind und welche Chancen die neue „eGbR“ als mögliche Alternative zum Verein bietet.

Selbsthilfe wirkt – freiwillig, solidarisch, systemrelevant

Selbsthilfe ist gelebte Solidarität – gerade in Krisenzeiten. Millionen Menschen engagieren sich freiwillig und wirken weit über ihre Gruppen hinaus. Immer höhere Erwartungen an bürgerschaftliches Engagement dürfen allerdings nicht die alleinige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen unseres Gesundheits- und Gemeinwesens sein. Im Beitrag erläutert NAKOS-Mitarbeiter David Brinkmann, warum gute Rahmenbedingungen und zuverlässige Strukturen unabdingbar sind, um das bürgerschaftliche Engagement in der Selbsthilfe zu stärken.

Covid-19-Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Strukturen und Unterstützungsmöglichkeiten

Die Corona-Pandemie hat die gemeinschaftliche Selbsthilfe geprägt: Trotz massiver Einschränkungen blieb sie ein Ort des Zusammenhalts, beschleunigte digitale Formate und begünstigte Neugründungen – vor allem zu Long und Post Covid. Der Beitrag von NAKOS-Autorin Peggy Heinz beleuchtet im dritten Jahr der Pandemie die Entwicklungen der Selbsthilfe und dient damit als Dokument der Zeitgeschichte.

Fördermittel für Selbsthilfeaktive in der Pflege: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Pflegende Angehörige tragen zentrale Verantwortung – doch ihre Selbsthilfe wird nach § 45d SGB XI bislang nur zögerlich gefördert. Obwohl sich die Zahl der geförderten Gruppen leicht erhöht hat, zeigen Auswertungen: Es besteht weiterhin erheblicher Nachholbedarf. Anja Schödwell beleuchtet Gründe für die geringe Ausschöpfung der Mittel – und benennt konkrete Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit, Bedarfsermittlung und Strukturförderung.

Interessenvertretung mit Verantwortung: Selbsthilfe im Lobbyregister

Selbsthilfe lebt vom Austausch – auch mit Politik und Öffentlichkeit. Seit 2022 gilt das Lobbyregistergesetz: Organisationen, die Interessen gegenüber Parlament und Regierung vertreten, müssen sich registrieren. Was bedeutet das für Selbsthilfevereinigungen? NAKOS-Autor David Brinkmann erläutert, wann Registrierungspflicht besteht und wie Selbsthilfeakteur*innen politische Interessen transparent vertreten können.

Kinder- und Jugendstärkungsgesetz erkennt Potenzial junger Selbsthilfe an

Erstmals erkennt das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) die gemeinschaftliche Selbsthilfe als unterstützendes Angebot in der Kinder- und Jugendhilfe an. Das eröffnet neue Chancen für junge Menschen mit psychischen Belastungen und für junge Selbsthilfegruppen. NAKOS-Geschäftsführerin Dr. Jutta Hundertmark-Mayser erläutert die Relevanz des Gesetzes und erklärt, wie Selbsthilfestrukturen sich in Maßnahmen der Jugendhilfe einbringen können.